FRAU FÜNF

Roman

Verbrecher Verlag 2025

Mirjam und Martin Mustermann waren seit einer Ewigkeit, seit Jahren, fast einem ganzen Jahrzehnt!, ein Paar. Vertraute. Zugewandte. Liebende. Bis, natürlich musste das so kommen, logisch ist das, im Nachhinein, bis er geht. Zu einer anderen, gähn, natürlich, das passiert, dasist nichts Besonderes. Weltweit kommt es wahrscheinlich jede Sekunde vor, dass da ein Mann seine Sachen packt und geht. Es mag auch relativ häufiig sein, dass diese Frau, die zurückgelassen wird, diesen Mann, dem es so unendlich leid tut, jaja, mit Freuden verabschiedet – doch Mirjam wird Martin nicht gehen lassen. Da kann er noch so viele Kisten aus ihrem warmen, freundlichen Zuhause (imposante Flügeltüren, hohe von Stuckleisten umrandete Decken, eleganter Dielenboden) tragen. 
Mirjam wird nicht zuschauen, wie Martin und seine kurzweilige Bekannte sich annähern, sich angrapschen, wie sie rammeln poppen knacken fiicken; Liebe machen wird man das nicht nennen können. Gelegentlich, Zeitmanagement ist alles, wird Mirjam sich als »Frau Fünf« eine Pause gönnen. Schließlich soll Martin bei seiner Rückkehr eine entspannte, ausgeglichene und selbstsichere Frau vorfinden.

PAUL

Roman

Frankfurter Verlagsanstalt 2020 

ausgezeichnet als White Raven 2020 
der Internationalen Jugendbibliothek


„Es ist ja nicht so, dass ich immer fürs Labern bin, aber gar nicht labern ist auch komisch. Es rattert nur in meinem Hirn. Ob ich sie fragen soll, ob ihr kalt ist, ob sie noch zu Macces will, ob sie ein Monatsticket hat, ob sie es weit hat nach Hause, nur ob ob ob. Und dann wie wie wie. Wie ich sie fragen soll, wann wir uns wiedersehen, wie ich versuchen soll, sie zu küssen, wie ich jemals wieder diese verdammte Pfote waschen soll.“

 

Paul hatte bis zu dem letzten Tag vor den Sommerferien alles im Griff. Seine Mutter lief mit Anti-Konflikt. Sein Erzeuger war nicht da und Punkt. Bräute waren zum Angucken, wenn es gut lief, auch zum Anfassen da. Die Pappnasen aus der Stufe mit ihrem Gewinner- und Verlierer Abfuck interessierten ihn nicht. Doch dann taucht plötzlich Ida auf. Die Neue in der Stufe spricht mit ihm. Küsst ihn. Will ihn wiedertreffen. Und zack, von einer Sekunde auf die andere, steht Pauls Welt Kopf.

»In ihrem Debütroman erzählt Juliane Baldy eine tragikomische Coming-of-Age-Story so fresh und lässig und gleichzeitig so zärtlich-ruppig und wortverliebt (besonders wegen der Einwortsätze!), wie man es selten findet. Volle Punktzahl!« 

Dr. Ines Galling The White Ravens 2020

»Juliane Baldys Debütroman verspricht pure, kurzweilige Lesefreude für alle Fans von Coming-of-Age-Literatur und alle, die einen unkonventionelleren Schreibstil feiern. ›Paul‹ weckt Erinnerungen an die eigenen Erlebnisse aus den Sommern der Jugendjahre und ist gleichzeitig ein idealer Begleiter für alle, die sich gerade selbst in dieser wundervoll-komplizierten Phase befinden.«

Alica Ouschan, Radio FM4

»Es lohnt sich jede Seite in diesem leichten Sommerroman, der (...) mit viel Tiefe den merkwürdigen Moment einfängt, in dem Jugendliche zu Erwachsenen werden.«

Jana Magdanz, WDR 5 Scala